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03.08.2021 17:55

Psychische Belastungen und Störungen in Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie

Dr. Dipl. Psych. Markus Stingl, Psychologischer Psychotherapeut & Dr. med. Bernd Hanewald, Facharzt für Psychiatrie
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der JLU Gießen, Klinikstr. 36, 35392 Gießen

Die COVID-19-Pandemie bedeutet psychischen Stress und kann psychische Störungen verstärken oder auslösen.

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Häufige Realängste sind:

  • Ängste, sich selbst anzustecken, zu erkranken und zu versterben;
  • Ängste auch vor relativ einfach zu behandelnden Symptomen und Erkrankungen;
  • Angst, durch das Aufsuchen von Einrichtungen des Gesundheitswesens zu erkranken;
  • Sorgen, den eigenen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten zu können, während einer Isolation nicht arbeiten zu können oder gekündigt zu werden;
  • Angst vor Insolvenz des eigenen Unternehmens oder des Unternehmens des Arbeitgebers
  • Gefühle von Hilflosigkeit und Einsamkeit infolge von Isolation;
  • Misstrauen und Ärger gegenüber allen, die mit der Krankheit in Verbindung gebracht werden;
  • Stigmatisierung und Angst vor Patientinnen und Patienten, Gesundheitsfachkräften und Menschen, die Erkrankte pflegen;
  • das Ablehnen von Ansprache durch Gesundheitsfachkräfte oder Freiwillige.

Diese Ängste und Sorgen können durch Unsicherheit und Ungewissheit verstärkt werden und sogar zur Entstehung einiger psychischer Erkrankungen beitragen oder vorhandene Störungsbilder verschlechtern.

Der ganze Artikel auf www.uni-giessen.de

30.06.2021 18:23

Covid-19 und die Psyche

Autorin: Katharina Kropshofer

Thomas Probst untersucht, wie sich die Pandemie auf die psychische Gesundheit auswirkt.

Wiederholte Lockdowns, eine ungewisse Zukunft und Sorgen um Angehörige oder sich selbst: Die Pandemie wirkte sich auch auf die psychische Gesundheit aus. Thomas Probst, Professor für Psychotherapiewissenschaften an der Donau-Universität Krems, war einer der Ersten, die das Thema wissenschaftlich erforschten. Gemeinsam mit seinen Kollegen führte er zuerst im April 2020 und dann noch einmal im Herbst und vor Weihnachten eine Befragung mit rund 1000 Personen durch.

Die Ergebnisse überraschten: "Wir hätten erwartet, dass die psychische Belastung nach den ersten Lockerungen etwas zurückgeht. Aber die Depressions- und Angstwerte waren stets im auffälligen Bereich", sagt Probst. 20 bis 25 Prozent der Menschen gaben laut Screening-Fragebogen – der keine Diagnose bedeutet – an, eine solche psychische Belastung verspürt zu haben.

Zum Vergleich: Vor der Pandemie waren es vier bis fünf Prozent. Die höchsten Werte fanden die Forschenden unter jungen Erwachsenen und Schülern. "Unsere Motivation war, das schnell zu untersuchen und zu begleiten, weil klar war: Der Bedarf für psychische Hilfsangebote ist groß."

Der ganze Artikel auf www.derstandard.at/covid-19-und-die-psyche